Datum: 21.02.2020 11:56:00
Art: Hilfeleistung
Meldung: Verkehrsunfall eingeklemmte Personen
Alarmierung: 2. Alarmgruppe,ELD Alarmgruppe,ELW Alarmgruppe
Einsatzort: K 21 Meerbeck > Enzen
Dauer: 08:34
Eingesetzte Mittel: Beleuchtungsmaterial
Fahrzeuge:


LF16/12



MZF



TLF 24/50



HRB 32



RW



ELW



KDOW



MTW2

Einsatzbericht:

Verkehrsunfall zwischen Meerbeck und Hobbensen

Am 21.02.2020 sind die Ortsfeuerwehren Hülshagen, Meerbeck-Niedernwöhren und Nordsehl-Lauenhagen gegen 11:57 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 21 zwischen Meerbeck und Hobbensen alarmiert worden.

Die ersten an der Einsatzstelle eintreffenden Feuerwehrmitglieder fanden einen Personenkraftwagen in einem Graben und einen Lastkraftwagen, der bis zum Fahrerhaus in ein Gebäude eingedrungen war, vor. In beiden Fahrzeugen befand sich je eine Person. Die Personen wurden durch Ersthelfer, Feuerwehrleute und Rettungsdienst betreut, allerdings stellte der Notarzt den Tod von beiden Personen fest. Aus dem betroffenen Gebäude retteten Ersthelfer eine Person und einen Hund. Beide wurden von Ersthelfern, Feuerwehr, Rettungsdienst, der Person bekannten weiteren Personen und Notfallseelsorgern betreut. Die Straße wurde vollständig gesperrt.

Der Personenkraftwagen verlor geringe Mengen an Betriebsstoffen. Es wurde vorsorglich ein vierfacher Löschangriff aufgebaut: ein Schwerschaumrohr, ein C-Hohlstrahlrohr, die beide aus den Wassertanks der Feuerwehrfahrzeuge gespeist wurden, mehrere ABC-Pulver- und Kohlenstoffdioxidlöscher. Der Lastkraftwagen war mit Heizöl bzw. Dieselkraftstoff beladen, wobei die Kapazität des Tankes zu 2/3 ausgereizt war. Es trat kein Heizöl aus und es bestand keine Explosionsgefahr. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Prioritäten der Feuerwehr für weiteres Vorgehen auf einen möglichst geringen Schaden am Gebäude, Umwelt und Einsatzkräften umformuliert.

Die Schäden am Gebäude und damit einzuleitenden Maßnahmen erforderten die Alarmierung der Ortsfeuerwehren Stadthagen, Enzen, Rodenberg, sowie der THW-Ortsverbände Stadthagen und Bückeburg, mit Fachberatern, Einsatzkräften und speziellen Einsatzmitteln. Die Ortsfeuerwehren Nordsehl-Lauenhagen und Hülshagen konnten von der Einsatzstelle abrücken, auch um die Bereitschaft für andere mögliche Feuerwehreinsätze sicherzustellen. Sofern es die Lage erlaubte, wurden im Verlaufe des Einsatzes weitere Einsatzkräfte herausgelöst.

Die Unfallermittler trafen während des gesamten Einsatzes umfangreiche Maßnehmen zur Rekonstruktion des Vorganges. Die Arbeiten der Einsatzkräfte wurden mit der Spurensicherung abgesprochen.

Der Personenkraftwagen wurde mit einer Seilwinde eines Rüstwagens aus dem Graben gezogen, die Person wurde geborgen und an einem Bestatter übergeben. Der Personenkraftwagen wurde durch ein Abschleppunternehmen von der Einsatzstelle entfernt.

Der betroffene Teil des Gebäudes wurde fachmännisch begutachtet und abgestützt. Der Bereich des Lastkraftwagens wurde von Trümmern geräumt, um bei der späteren Bergung des Lastkraftwagens weitere Beschädigungen durch ausscherungsbedingte Stöße am Gebäude zu verhindern. Der Heizölvorrat des Tankwagens wurde durch ein Spezialunternehmen direkt in einen anderen Tankwagen abgepumpt und abtransportiert. Der Rüstwagen zog auch den Lastkraftwagen aus dem Gebäude. Die Person ist aus dem Fahrerhaus geborgen und an einen Bestatter übergeben werden. Der Lastkraftwagen wurde von einem Abschleppunternehmen von der Einsatzstelle entfernt. Parallel dazu begannen weitere Abstützmaßnahmen am Gebäude, das durch das Technische Hilfswerk auch behelfsmäßig verschlossen worden ist. Das Gebäude konnte anschließend dem Hauseigentümer übergeben werden.

Die letzten an der Einsatzstelle verbliebenen Kräfte verließen die Einsatzstelle gegen 20:00 Uhr. Die Straßensperrung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgehoben.

Die Notfallseelsorge steht allen Betroffenen und Einsatzkräften zur Verfügung.

Im Einsatz waren 119 Feuerwehrfrauen und -männer der Ortsfeuerwehren Hülshagen, Meerbeck-Niedernwöhren, Nordsehl-Lauenhagen aus der Samtgemeinde Niedernwöhren, der Ortsfeuerwehren Rodenberg, der Ortsfeuerwehr Enzen und der Ortsfeuerwehr Stadthagen, 17 Einsatzkräfte der Ortsverbände Stadthagen und Bückeburg des Technischen Hilfswerkes, zwei Notfallseelsorger, sowie Rettungsdienst und Notarzt, Polizei, das Amt 66 des Landkreises Schaumburg, zwei Abschleppfahrzeuge, ein Bestatter, Straßenmeisterei und ein Mineralöltransportbetrieb.

Bericht: Pressewart Feuerwehr SG Niedernwöhren - Kreisfeuerwehr Schaumburg

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