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Technik

 

 Im Fahrzeugbau finden immer häufiger hochfeste Stähle Anwendung, um den Karosserien besonders bei einem Seitenaufprall die erforderliche Stabilität zu geben. Diese modernen Materialien stellen die Feuerwehren im Einsatzfall vor große Probleme, wenn die vorhandenen hydraulischen Rettungsgeräte an ihre konstruktionsbedingten Leistungsgrenzen stoßen. Die Hersteller haben reagiert und leistungsfähigere Aggregate und Geräte konstruiert.

 Einen solchen Hilfeleitungssatz der Fa. Weber-Hydraulik hat die Feuerwehr Stadthagen jetzt in Dienst gestellt. Das tragbare Pumpenaggregat versorgt sowohl die hydraulische Schere als auch das Spreizgerät über Hochdruckschläuche, die mit einem neuartigen „Single-Kupplungssystem“ ausgestattet sind. Dies ermöglicht gegenüber dem herkömmlichen Kupplungssystem mit getrennten Anschlüssen für den Vor- und Rücklaufschlauch eine leichtere Handhabung und verringert die Gefahr der Verschmutzung der Kupplungsteile im Einsatz- und Ausbildungsdienst.

 Die Hebelarme des Spreizers SP 49 bestehen aus einer hochfesten Leichtmetalllegierung mit Stahlspitzen. Er wiegt 20,5 kg und hat bei einem Nennarbeitsdruck von 700 bar eine Spreizkraft von 54 – 330kN sowie eine Schließkraft von 101 kN. Der Spreizer lässt sich 710 mm weit öffnen. Die speziell geformten Spitzen verringern die Gefahr des Abrutschens im Betrieb.

Die Hydraulikschere RS 200 – 107 wiegt 19,9 kg und erzeugt bei 700 bar Nennarbeitsdruck eine max. Schneidkraft von 107 t. Die Schere lässt sich max. 200 mm weit öffnen und ist zum Schneiden von Vollmaterial von max. 43 mm Durchmesser geeignet.

 

 


 

 

 

  Bei Feuerwehreinsätzen ist nicht ausgeschlossen, dass auch Feuerwehrleute sich verletzen oder erkranken. Nicht immer steht für solche Fälle ein Rettungswagen (RTW) bereit, so dass hierfür Notfallrucksäcke mitgeführt werden, um eine Erstversorgung verunfallter oder erkrankter Feuerwehrleute sicherzustellen.

 

Diese enthalten neben diversem Verbandmaterial auch Geräte zur Überprüfung und Sicherstellung der Vitalfunktionen wie Blutdruck und Atmung. Für die Erstbehandlung bei Herzrhythmusstörungen bzw. Herz-Kreislauf-Stillstand kann ein AED, ein „automatisierter externer Defibrillator“ zum Einsatz kommen.

 

Für den Einsatz der Notfallrucksäcke ist in erster Linie der Kreis der Feuerwehrkameraden vorgesehen, die zusätzlich über die Ausbildung zum Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten verfügen.


 

 

 

 

Einsatzauftrag des Gerätewagens – Logistik (GW-L 2) ist in erster Linie, den Nachschub an Material bei einem Brandeinsatz sicherzustellen.

 

Seit über 40 Jahren war bis 2008 ein Schlauchwagen (SW 2000) im Dienst, um mit 2 km mitgeführtem Schlauchmaterial eine Löschwasserversorgung über größere Entfernungen von einer Wasserentnahmestelle zur Einsatzstelle aufbauen zu können.

 

Dieser Auftrag gehört auch zum Aufgabenbereich des neuen GW-L 2. Auf der Ladefläche sind dafür Rollcontainer verlastet, in denen ebenfalls 2000 m B-Schläuche in Buchten eingelegt sind. Diese Container erlauben das Verlegen einer Schlauchleitung während der Fahrt. Die rollbaren Container können aber auch einzeln mit der Ladebordwand entladen werden, so dass bei enger Bebauung oder im nicht befahrbaren Gelände eine Schlauchleitung von Hand verlegt werden kann. 

 

Dazu wird diverses Zubehör wie eine Tragkraftspritze, Armaturen, Notstromaggregat, Beleuchtungsgerät und eine Straßenüberführung für die Schlauchleitung usw. mitgeführt.    

 

Während früher der SW 2000 nach dem Ausbringen der Schlauchleitung praktisch keinen weiteren Einsatzwert mehr hatte, kann der GW-L durch Entladen der Schlauchcontainer auch für andere Transportaufgaben vielfältig eingesetzt werden.