Folge uns!

FacebookTwitterRSS Feed

An- / Abmelden

Feuerwehrhaus

Das Feuerwehrhaus an der Enzer Straße

 

Das Gebäude hatte bis zum Bezug durch die Feuerwehr seit mehreren Jahren leer gestanden und war vorab grundlegend umgebaut worden. Es ist zu unterteilen in den eingeschossigen Fahrzeughallen- und Werkstattbereich sowie den zweigeschossigen Teil, in dem die Nachrichtenzentrale, der Stabsraum, die Unterrichtsräume und der Sanitärbereich untergebracht sind. Die große Fahrzeughalle lässt das Einstellen von zwei Großfahrzeugen hintereinander zu. Neben mehreren unterschiedlich große Unterrichtsräumen stehen ausreichend Lager- und Werkstatträume zur Verfügung. 

 

Bis 1985 war die Nachrichtenzentrale auch im neuen Feuerwehrhaus neben der Zentrale der Flugplatzfeuerwehr der Bundeswehr in Achum für die Alarmierung der Feuerwehren im Landkreis ständig besetzt. Mit Indienststellung der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle des Landkreises Schaumburg im Kreishaus an der Jahnstraße wurde die Aufgabe der Alarmierung der Feuerwehren von dort zentral übernommen.

 

Neben der Waschhalle zur Fahrzeugpflege am nördlichen Ende des Gebäudes wird eine Halle vom „Verein zur Erhaltung historischer Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehr Stadthagen e.V.“ genutzt. Hier wurde das TLF 16 Magirus untergestellt, das nach unzähligen Einsätzen in vielen Jahrzehnten Dienst bei der Stadthäger Feuerwehr geleistet hat, von der Stadt veräußert worden war und 1996 wieder zurückgekauft wurde. In zahllosen Stunden und mit erheblichem finanziellen Aufwand wurde das Fahrzeug über mehrere Jahre liebevoll und so fachkundig restauriert, dass es vom TÜV als historisches Fahrzeug zum Verkehr zugelassen worden ist. Zukünftig wird die Halle auch für die Instandsetzung weiterer noch vorhandener historischer Pumpen und Ausrüstungsgegenstände genutzt. Auch der Schlauchwagen SW 2000 (Baujahr 1965) ist in den Bestand des Vereins übernommen worden.

 

Eine weitere Halle wird als Hochregallager für die Bereitstellung von in Gitterboxen eingelagerten Geräten und Materialien genutzt, die bei Bedarf per Gabelstapler auf dem Mehrzweckfahrzeug, dem Mehrzweckanhänger oder dem Gerätewagen-Logistik verladen werden können.

 

 

Der Verpflegungstrupp der Feuerwehr Stadthagen ist in einer weiteren Halle untergebracht, die ursprünglich als Lackierwerkstatt genutzt worden war. Die Halle ist zur Zubereitung von Einsatzverpflegung mit entsprechenden Lagerräumen und Kühlgeräten, einem mobilen Feldkochherd und mit einer leistungsstarken Absauganlage ausgestattet.

 

In der Fahrzeughalle sind alle Stellplätze mit einer Absauganlage für die Anlassabgase der Fahrzeuge sowie mit einer Netzerhaltungsanlage für die Fahrzeugelektrik und einer Drucklufterhaltungsanlage für die Bremsanlagen der Fahrzeuge versehen. Eine Treppe führt über die Empore zur Bekleidungskammer der Stadtfeuerwehr. Auf der Empore wurden vor kurzem Räumlichkeiten für ein Aktenlager und für die Ausstellung von historischen Gerätschaften geschaffen.

 

Hinter den Hallen befinden sich die Geräte- und Elektrowerkstatt, das Kraftstoff- und Schmierstofflager, die Atemschutzwerkstatt, das Gerätelager sowie Räume des Spielmanns- und des Musikzuges. In einem weiteren Raum ist die Jugend- und die Kinderfeuerwehr untergebracht.

 

Der untere Unterrichtsraum bietet Platz für ca. 30 Personen und ist mit einem Labortisch ausgestattet, der die Durchführung von kleinen Versuchen aus Physik und Chemie zu Unterrichtszwecken zulässt.

 

Die Sanitäranlagen und Duschen wurden grundlegend renoviert und erweitert.  

  

In der Nachrichtenzentrale stehen alle für die Einsatzlenkung auf Stadtebene erforderlichen Nachrichtenmittel sowie EDV-Anlagen zur Verfügung. Daneben befinden sich die Büros des Ortsbrandmeisters.

 

Im Obergeschoss befindet sich an der Westseite ein Stabsraum, der bei größeren Schadenslagen zur Einsatzkoordination und -dokumentation evtl. zusätzlich angeforderter benachbarter Einsatzkräfte auch anderer Organisationen auf Stadtebene vorgesehen ist. Dadurch kann die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle entlastet werden, die besonders bei Unwettereinsätzen für die Einsatzabwicklung im gesamten Landkreis Schaumburg zuständig ist. Dazu wurden mehrere Arbeitsplätze für die Abwicklung des Telefon- und Sprechfunkverkehrs installiert. Mittels Beamer – Anlage lassen sich Lagepläne und Einsatzmittelübersichten projizieren. An einer Lagekarte werden Listen der gemeldeten Schadensorte, besondere Lagemeldungen, die Einteilung der Einsatzabschnitte und der im Einsatz befindlichen oder in Bereitstellung stehenden Einsatzkräfte dargestellt.

 

Der große Unterrichtsraum bietet bis zu 70 Personen Platz. Ein großer Pokalschrank gibt einen Überblick über viele bei verschiedenen Wettbewerben der aktiven Abteilung, der Jugendfeuerwehr und des Spielmannszuges erworbenen Präsente. Hier erinnert ein Teil an die partnerschaftlichen Beziehungen zur Feuerwehr in Dresden –  Prohlis. Über einen neu installierten Medienschrank lassen sich über einen Beamer Video- und PC-Präsentationen auf eine großflächige Leinwand projizieren. Aus dem Teeküchenbereich werden die Besucher dienstlicher Veranstaltungen versorgt.

 

 

 

An einen der größten Einsätze in der Geschichte der Ortsfeuerwehr, dem Großbrand des Freizeitbades Tropicana im Jahre 2003, erinnert das über dem Seiteneingang aufgestellte wellenförmige Schutzdach, das ehemals dem Eingangsbereich des „Tropicana“ als Wetterschutz diente.

 

Ebenfalls aus der Brandruine konnte beim Abriss des Spaßbades ein Teil des früheren Saunabereiches übernommen werden, der jetzt an der Rückseite des Feuerwehrhauses als Pavillon angebaut wurde und so als weiterer Gruppenraum Verwendung findet.

 

Eine großräumige gepflasterte Hoffläche bietet genügend Parkplätze für die zum Einsatz- und Übungsdienst anrückenden Feuerwehrleute. Außerdem können hier Übungen der Jugendfeuerwehr und Ausbildungsdienste der aktiven Abteilung durchgeführt werden. Für das Training von Technischen Hilfeleistungseinsätzen ist ein Festpunkt für den Einsatz von Seilwinde und anderen Geräten zum Bewegen von Lasten vorhanden.

 

Durch mehrere Baumaßnahmen wurde das Gebäude den Vorgaben von Umweltschutz (Fahrzeugwasch-platz) und Energieeinsparung (Heizungs- und Elektroanlage, Fahrzeughallentore) angepasst.